Dienstag , 16. Oktober 2018

Unterwasserwelt

Leuchtende Korallenriffe, Clownfische – wie die aus Findet Nemo – und da vorne ist sogar eine Schildkröte! Die Luft, die du aus der Sauerstoffflasche durch den Schlauch, einatmest schmeckt unnatürlich. Nicht wie frische Luft, die man über der Wasseroberfläche einatmen kann. Langsam werden auch deine Beine schlapp, aber die Dinge, die du hier unten siehst, sind einfach viel zu beeindruckend, um eine Pause über dem Wasser zu machen. Es ist wie in einem Traum, einfach so unwirklich. Unter dir gehen tiefe Schluchten auf, die fast komplett schwarz aussehen. Nur selten sieht man dort unten noch eine Bewegung. Es sieht aus wie das Reich des Todes.

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Wie der Name schon sagt, bezeichnet die Unterwasserwelt alle Bereiche, die sich unterhalb der Wasseroberfläche befinden. Dies schließt nicht nur Meere ein, auch Flüsse, Seen und so weiter. Sogar Pools! Die beeindruckende Tiefsee findet man jedoch nur in Weltmeeren. Das größte Weltmeer ist der Pazifik. Dieser hat eine Gesamtwasseroberfläche von ungefähr 166 Millionen Quadratkilometern! Tief unter der riesigen Wasseroberfläche findet man beeindruckende hohe Berge mit tiefen Schluchten.

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von Rusla Ruseyn

Da bereits ab 200 bis 300 Metern Tiefe kein Sonnenlicht mehr durchdringt, liegen 80% aller Weltmeere in immerwährender Dunkelheit. Außerdem herrscht in der Tiefsee – die übrigens ab 800 Metern Tiefe anfängt – immenser Druck. Auf Meereshöhe beträgt der Druck ein Bar. Ab da erweitert sich der Druck um ein weiteres Bar alle zehn Meter. In 10.000 Metern Tiefe würde also auf jedem Quadratzentimeter eine Tonne lasten. Wie gut, dass Menschen nicht so tief tauchen! Die tiefste Stelle – an die definitiv keine Menschen tauchen – ist nämlich der sogenannte Marianengraben. Dieser ist eine Tiefseerinne, die eine Länge von 2.400 Kilometern trägt. Damit ist der Erdgrund dort über 11.000 Meter von der Wasseroberfläche entfernt.

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von blue-sea.cz

In diesen besonders schaurigen Teilen der Erde findet man auch besonders schaurige Tiere. Die größte je gefangene Krake aus der Tiefsee war etwa 22 Meter lang! Trotzdem ging man bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts davon aus, dass in der schier endlosen Tiefsee gar keine Tiere existieren. Erst als ein defektes Telegraphenkabel aus 1800 Metern Tiefe hochgeholt wurde und man daran Überreste verschiedener Tiere fand, fing man an, darüber nachzudenken. Man hatte nie damit gerechnet, da in den Tiefen der Meere ein so starker Druck herrscht und es kalt, dunkel und unschön ist. 1869 wurden die wagen Vermutungen bewahrheitet, als eine Expedition der H.M.S. Porcupine südwestlich von Irland der Tiefsee Bodenproben entnahm.

Mittlerweile wird mit Robotern weitergeforscht und es wurden bereits ungefähr 200.000 Arten von unterschiedlichsten Bodenbewohnern gefunden, wobei man davon ausgeht, dass es noch Millionen mehr gibt. In den tiefsten Seegräben leben vor allem Muscheln, Borstenwürmer und Seegurken.

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