Dienstag , 16. Oktober 2018

Schwarze Löcher

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durch Castleski

Am 20.07.2018 ist der 48. Weltraum-Forschungstag, der durch Dr. Thomas Robert ins Leben gerufen wurde. Der allererste Weltraum-Forschungstag wurde genau ein Jahr, nachdem Neil Armstrong, als erster Mensch auf dem Mond, gelandet war, gefeiert. Heutzutage soll er nicht nur, wie damals, an dieses besondere Ereignis erinnern, sondern auch an alle anderen Fortschritte, die die Weltraumforschung uns gebracht hat. Passend dazu haben wir uns über die sogenannten Schwarzen Löcher informiert, um euch diese näher zu bringen.

Zu Beginn sei gesagt, dass Schwarze Löcher eigentlich gar keine Löcher sind. Ein Loch setzt nämlich voraus, dass sich darin nichts befindet, doch in Schwarzen Löchern ist etwas drin. Nur was?

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Dies lässt sich am Besten mit der Entstehung eines Schwarzen Lochs erklären, denn, wie alles andere auch in diesem Universum, entstehen diese riesigen Staubsauger nicht einfach so. Erstmal haben wir da einen Stern. Da ein Stern nicht unsterblich ist, hört er irgendwann auf zu leuchten. Sein „Brennstoff“ ist dann sozusagen leer. Wie wenn ein Auto kein Benzin mehr hat und aufhört sich fortzubewegen. Davor wirken auf einen Stern immer zwei Kräfte gleichzeitig ein, die ihn durch ihre entgegengesetzte Wirkung stabilisieren. Zum einen zieht die Gravitations- also die Schwerkraft den Stern kräftig zusammen und durch das Verbrennen des Brennstoffes entsteht eine starke Hitze im Kern des Sterns, was diesen zum Leuchten bringt und den Strahlungsdruck entstehen lässt, der der Schwerkraft entgegenwirkt. Ist der vorhergenannte Fall nun eingetreten und der Stern hat keinen Brennstoff mehr, so kann er zwei Wege gehen. Wenn der Stern dreimal schwerer ist als die Sonne, dann wird er sich zu einem Schwarzen Loch entwickeln. Ist er leichter? In diesem Fall verwandelt er sich zu einem Neutronenstern, der auch weißer Zwerg genannt wird. Gehen wir jetzt mal vom ersten Fall aus. Da der sogenannte Brennstoff nun leer ist, besteht kein Strahlungsdruck mehr und die Gravitationskraft besteht alleine. Da diese Kraft den Stern zusammen zieht, kollabiert er in Bruchteilen einer Sekunde zu einem winzigen kleinen Punkt mit einer unglaublichen Anziehungskraft. Dadurch, dass die Gravitationskraft innerhalb des Sterns so stark ist, zieht sie all das umliegende Licht in sich hinein, weshalb es drum herum komplett schwarz ist. Auch ansonsten würde ein schwarzes Loch alles einziehen was in der Nähe so herumfliegt. Ganz egal ob es sich dabei um andere Sterne, Planeten, Staub oder Meteoriten handelt. Schwarze Löcher sind damit zwar einerseits lebensbedrohlich, jedoch werden sie auch gebraucht, denn sie stabilisieren die Umlaufbahnen vieler verschiedener Galaxien, wie die Erde die Satelliten, die um uns herum kreisen.

Auch die Erde könnte eingesaugt werden. Oder? Nein, hier kann Entwarnung gegeben werden, denn das nächste Schwarze Loch ist in etwa zwölf Lichtjahre entfernt und damit zwar ein Teil unserer unmittelbar kosmischen Nachbarschaft, jedoch immer noch ziemlich weit weg. So schnell erreicht uns dieses schwarze Loch nicht, wenn man bedenkt, dass Licht die Geschwindigkeit von 300000 Kilometern pro Sekunde und damit etwa eine Milliarde Stundenkilometern erreicht. Jedoch bewegt sich das Schwarze Loch relativ schnell auf uns zu. Zum Glück ist das Weltall aber so groß, dass man sich trotzdem keine Sorgen machen muss, dass wir bald von einem riesigen Loch verschlungen werden.

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durch Jurik Peter

Stellst du dir nun die gefürchtete Scherzfrage, was passieren würde, wenn ein Mensch wie du in so ein Loch gerät? Na ja, du würdest sehr schnell angezogen werden, wodurch dir vermutlich bereits so schwindelig werden würde, dass du alleine dadurch bereits in Ohnmacht fällst. Wenn nicht, würdest du miterleben, wie stark die Gezeitenkraft sein kann. Diese gibt an, dass die Dinge, die der „Quelle“ (in diesem Fall dem Schwarzen Loch) näher sind, schneller angezogen werden. Würdest du also mit den Füßen voran in eins dieser Löcher fallen, würden diese schneller an weiter entfernten Punkten ankommen, als dein Kopf. Dadurch wird dein Körper spaghettisiert, das heißt, dein Körper wird immer weiter in die Länge gezogen und dabei seitlich zusammengedrückt. Spätestens zu diesem Zeitpunkt würdest du in Ohnmacht fallen, entweder wegen den starken Schmerzen oder weil dein Blut nicht mehr richtig durch deinen Körper gepumpt werden könnte. Schließlich würden deine Knochen brechen und du würdest sterben.

Darum freuen wir uns sicherlich alle, dass das nächste Schwarze Loch so weit entfernt ist und niemand von uns hineingeraten wird. Du möchtest noch mehr über das Weltall, die Sterne oder Raketen erfahren? Schnupper doch gerne mal in unseren anderen Blogartikeln! Dort findest du viele weitere interessante Dinge über die Raumfahrt.

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