Dienstag , 16. Oktober 2018

Enten füttern verboten warum?

Enten füttern verboten

Am See sitzen und die Enten füttern – wahrscheinlich hat das jeder von uns schon einmal erlebt. Viele Menschen wollen so den Wasservögeln eine Freude machen und etwas Gutes tun. Doch welche Auswirkungen hat das Füttern von Enten wirklich? Wie gesund ist das mitgebrachte Brot für die Tiere? Und welche Gründe stecken wirklich hinter dem Verbot?

Enten füttern verboten
Abbildung 1: michaelheim/Shutterstock.com

Das Füttern von Enten und Wasservögeln hat den Anschein von Harmlosigkeit. Meist ist es als Gute tat gemeint, als Familienausflug an schönen Sommertagen. Doch in Wahrheit führt das Füttern der Vögel zu zahlreichen Problemen für Tier, Mensch und Umwelt. So beeinträchtigt das mitgebrachte Brot zum Beispiel die Gesundheit der Enten und schadet ihren Gewässern. Außerdem verlieren die Wasservögel ihre Scheu vor den Menschen und können so eine echte Gefahr für uns darstellen.

Warum schadet das mitgebrachte Brot den Tieren?

Kind füttert Enten
Abbildung 2: Max Topchii/Shutterstock.com

Das gute Brot vom Bäcker ist für uns Menschen ein leckeres Nahrungsmittel, doch für Wasservögel eine versteckte Gefahr. Das verarbeitete Salz kann von den Tieren nicht verdaut werden und ihrem Magen erheblichen Schaden zuführen. Ebenso kann sich das Essverhalten der Enten ändern, da sie viel mehr Nahrung angeboten bekommen als sie tatsächlich benötigen.

 

Was steckt tatsächlich hinter dem Verbot?

Enten im See
Abbildung 3: Shannon Jordan/Shutterstock.com

Besonders an schönen Sommertagen neigen viele Menschen dazu, am See spazieren zu gehen und anschließend

die Enten zu füttern. Was viele nicht wissen: Nicht nur den Tieren, sondern auch unsere Umwelt wird so ein erheblicher Schaden zugeführt. Denn nicht alle Mahlzeitreste werden von den Vögeln gegessen und verunreinigen dadurch unsere Seen. Darüber hinaus entziehen nichtgegessene Lebensmittel dem Wasser Sauerstoff, welches vor allem in kleineren Teichen ein ernstzunehmendes Problem darstellen kann. Wird das Gewässer nicht rechtzeitig und gründlich gereinigt können im schlimmsten Fall Ratten oder andere Tiere angelockt werden. In der Bundesrepublik Deutschland gilt das missachten des Verbotes als eine Straftat. Das verschmutzen der Gewässer gilt als Ordnungswidrigkeit und kann sogar zur Anzeige gebracht werden.

Wie füttert man die Tiere richtig?

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. macht deutlich, dass Brot und Mahlzeitreste keinesfalls eine geeignete Nahrung für Enten und Wasservögel darstellen. Um den Tieren tatsächlich Gutes zu tun sollten Seeliebhaber über Alternativen nachdenken. Speziell geeignetes Vogelfutter aus dem Zoohandel ist für die Tiere am gesündesten. Wem dies zu kostspielig ist kann auch auf bestimme Obstsorten wie Hagebutten oder Beeren zurückgreifen.

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