Dienstag , 11. Dezember 2018

Der Schneemann

Auch du kennst sie oder? Die weißen Wesen, die wir selbst im Kindergarten, in der Schule oder nachmittags im Garten mit ein paar Freunden, während eisiger Kälte gebaut haben oder immer noch bauen? Denen man seinen Schal schenkt, unbedacht, ob man deswegen selber frieren wird? Ich rede von Schneemännern.

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Schneemänner sollen näherungsweise einen Menschen darstellen, meist bestehend aus drei runden Kugeln, von Kinderhänden zusammengerollt. Dabei gibt es eine große Kugel, eine Mittlere und eine kleine Kugel. Diese werden aufeinander gestapelt. Als erstes die Größte, um eine gute Basis zu bilden. Darüber die Mittlere als Oberkörper, in dem meist zwei Stöcke stecken, die die Arme darstellen sollen. Zusätzlich wird der Oberkörper gerne mit Kohle- der Kieselsteinen verziert, die von oben bis unten hinein gesteckt werden, um eine Art Knopfleiste zu bilden, wie man sie zum Beispiel bei einem Mantel vorfinden würde. Folgend kommt die kleine Kugel; der Kopf. Ihm wird oft ein Topf oder ein Eimer als Hut aufgesetzt und während weitere Kohle- und Kieselsteine den Mund und die Augen darstellen, ziert eine Karotte die Mitte als Nase. Wie schon zuvor genannt, wird dem Männlein auch gerne ein Schal um den Hals, also die Verbindung vom Oberkörper zum Kopf, gelegt. Je nachdem, ob man die Kugeln kleiner oder größer macht, mehr als drei oder weniger verwendet, wächst oder schrumpft auch der Schneemann.

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Doch wie kam man überhaupt auf die Idee einen Menschen aus Schnee nachzubauen? Im Mittelalter, also vom 6. bis 15. Jahrhundert, war der Schneemann noch gänzlich unbekannt. Die ältesten Nachweise einer ähnlichen Figur findet man in Erzählungen aus dem 16. Jahrhundert bei Shakespeare. Doch erst im 18. Jahrhundert wurde der Schneemann wirklich populär. Allerdings wurde der Winter zu dieser Zeit noch als bedrohlich und furchteinflößend gesehen, weshalb auch der Schneemann ähnliches darstellte. Der Begriff Schneemann tauchte zu dieser Zeit das erste Mal in einem Leipziger Kinderbuch auf. Dort sollte er den Winter personifizieren, das heißt vermenschlichen. Als gefährliche große Gestalt mit grimmiger Miene und drohend erhobenem Besen verschaffte er sich Respekt. Im 19. Jahrhundert änderte sich schließlich die Einstellung der Menschen zum Winter. Man sah nun auch die schönen Seiten. Immer bekannter wurden Schlittenfahren, Schlittschuhlaufen und auch Schneemänner, als kugelige und freundliche Gestalt.

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Du willst auch den perfekten Schneemann bauen? Zum Glück haben wir dafür ein paar hilfreiche Tipps!

  • Achte darauf, dass du möglichst feuchten Schnee verwendest, da dieser besser klebt.
  • Im besten Falle lässt du die Kugeln erst einmal frieren, bevor du sie stapelst, damit sie stabiler sind.
  • Mit ein bisschen extra Schnee kannst du die Kugeln aneinander „kleben“. Diesen streichst du ganz einfach um die Lücke zweier Kugeln.
  • Die einzelnen Kugeln nicht aus Schnee zusammenkneten, stattdessen eine kleinere Kugel durch den schneebedeckten Boden rollen, um daraus eine Große zu formen.
  • Achte darauf, dass die Kugeln nicht zu groß werden, damit du sie am Ende noch stapeln kannst!

 

 

 

 

 

 

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