Donnerstag , 15. November 2018

Das Halloween-Fest

Halloween

Von dem Dunkel der Nacht umhüllt streichen Kinder durch die Straßen. Sie sind als Hexen, Skelette oder Katzen verkleidet und klopfen an Türen, bekommen Geschenke. Sind das Süßigkeiten? An den Türen stehen leuchtende, gruselige Fratzen, doch sie scheinen den Kindern keine Angst einzujagen. Ganz so, als würden diese es nicht anders kennen. Irgendwo hört man einen Knall und es wird für einen Moment hell. Vielleicht ein Feuerwerk?! Während die Kinder den Vorgarten der alten Frau verlassen, biegt schon die nächste Gruppe von Kindern um die Ecke. Sie haben ebenfalls bunte Kostüme an. Ein Junge stellt den Teufel dar.

Der 31. Oktober wird vor Allem in den USA groß  gefeiert, doch auch europäische Länder finden immer mehr Gefallen an dem Schauerfest. Trotzdem wissen nur die wenigsten, was da eigentlich gefeiert wird.  Klar, Halloween! Aber was steckt dahinter?

 

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Dieses Fest war ursprünglich ein katholischer Volksbrauch in Irland. Man feierte den Abend und die Nacht vor Allerheiligen (1. November). Das Wort ist daher eine Kontraktion, also eine Zusammenziehung der Wörter „All Hallows‘ Eve“. Zu Beginn verbreitete sich das Fest nur in Großbritannien, doch einzelne Bräuche waren bereits im 15. und 16. Jahrhundert stark umstritten, da Andere diese als Streiche, Ruhestörungen und Belästigung empfanden, weshalb Halloween als Unruhenacht bezeichnet wurde. 1589 wurde daher in Stirling (eine Stadt in Schottland) der weit verbreitete Brauch, an Halloween Feuerwerk zu zünden, verboten. 1741 gingen diese daraufhin auch auf einer nahgelegenen Insel zurück.

Im 19. Jahrhundert zählte Halloween schließlich zu den wichtigsten Feiertagen Großbritanniens, weshalb die vielen Auswanderer dieses Fest auch mitnahmen und in den USA – ihrem neuen Zuhause – weiterfeierten. So verbreitete sich das Fest in den USA und in dem davon nördlich liegendem Kanada. Seit 1990 verbreitete sich das außergewöhnliche Fest auch in Europa, wo es jedoch noch nicht ganz so viel Zuwachs gefunden hat. Dieser wächst allerdings stetig. Wie das Fest schließlich gefeiert wird, ist allerdings von deutlichen regionalen Unterschieden geprägt. Außerdem vermischten sich mit der Zeit viele heimatliche Bräuche mit den eigentlichen Bräuchen. Darunter zum Beispiel das Rübengeistern, bei dem Kinder in Nachbarsgärten oder vor deren Türen etc. ausgehöhlte Futterrüben verteilen. Auch das Traulicht vermischte sich mit dem stets bekannter werdenden Halloweenfest. Bei diesem Brauch werden Kerzen in ausgehöhlte Futterrüben gestellt.

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Die zwei Bräuche, die wir am Meisten mit Halloween verbinden sind einmal der im amerikanischen „Trick or Treat“ genannte Brauch, bei dem Kinder an Türen klopfen und nach „Süßes oder Saures“ fragen, woraufhin die Bewohner ihnen Süßigkeiten in die Beutel stecken, die die Kinder stets mit sich tragen. Der zweite Brauch, der bei uns sehr bekannt ist, lässt uns Kürbisse aushöhlen und gruselige Fratzen reinschnitzen. Eine Angelegenheit, die viel Zeit und Geduld braucht, doch auch besonders Kindern sehr viel Spaß macht. Aus dem ausgehöhlten Fruchtfleisch kann am Ende Kürbissuppe oder ähnliches gekocht werden, damit dieses nicht weg geschmissen wird.

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Doch wie entstand dieser außergewöhnliche Brauch? Laut einer irischen Sage lebte in frühen Jahren der Bösewicht Jack Oldfield in dem Heimatland des besagten Festes. Dieser fing durch eine List den Teufel ein und stellte ihm eine Bedingung. Er erzählte dem Teufel er würde ihn nur frei lassen, wenn dieser ihm nicht mehr in die Quere kommen würde. Als Jack schließlich starb, stellte sich eine Frage. Wo sollte er den Rest seiner Zeit verbringen? Er konnte schließlich nicht in den Himmel, er war ja ein Bösewicht und hatte in seinem Leben viele schreckliche Taten vollbracht. Doch auch in die Hölle wollte der Teufel ihn nicht lassen, wegen dem was zwischen den Beiden vorgefallen war. Am Ende erbarmte sich der Teufel und schenkt Jack eine Rübe und eine glühende Kohle, damit der Bösewicht sich in der Dunkelheit zurechtfinden konnte. Und warum nehmen wir jetzt Kürbisse und nicht Rüben? In den USA gab es einen höheren Vorrat an Kürbissen und da diese den Rüben ziemlich ähneln wurden diese als Ersatz verwendet. Seither nennt man die Kürbisse Jack O’Lantern. Um böse Geister abzuschrecken schnitt man gruselige Fratzen in die Kürbisse und stellte sie vor die Tür.

Hoffentlich wisst ihr jetzt ein bisschen mehr über das Gruselfest! Feiert ihr auch Halloween?

 

 

 

 

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Halloween

 

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